Zu Besuch im Atelier Buffile
Anfang Februar haben uns Vincent und Romain Buffile die Türen ihres Ateliers in Aix-en-Provence geöffnet. Es war für uns die Gelegenheit, mehr über die Hintergründe unserer Zusammenarbeit mit dem Atelier Buffile zu erfahren.
Im Atelier Buffile werden die Liebe zur Keramik und das handwerkliche Können seit drei Generationen weitergegeben. Das Atelier wurde 1945 von Léonie Buffile gegründet, der Mutter von Vincent und Großmutter von Romain – über siebzig Jahre Schaffen sind hier versammelt.

Als Erbe dieser Nachkriegsästhetik lässt sich Romain Buffile übrigens stark von den Entwürfen seines Großvaters inspirieren: „90 % der Modelle wurden von der ersten Generation geschaffen. Wir greifen diese Formen der 1950er- bis 1970er-Jahre auf und bringen unsere eigene Ästhetik ein“.
Für unsere Frühlings-Valise haben wir mehrere Stücke in Zusammenarbeit mit Familie Buffile gefertigt. Bei unserem Besuch im Atelier haben uns Romain und Vincent alle Schritte der Keramikherstellung gezeigt.

Der erste Schritt
Die Bearbeitung des Tons mit ihrem liebsten Werkzeug: ihren Händen. Der Ton wird in der Einformtechnik verarbeitet: zunächst von Hand, dann mit einem Nudelholz flach ausgerollt, bevor er in einer eigens für diese Zusammenarbeit angefertigten Gipsform modelliert wird.
Der zweite Schritt
Die weiteren Fertigungsschritte hängen vom jeweiligen Stück ab. Für unsere LARA Taschenleerer wird der Ton mit einem Stempel versehen, um das gewünschte Muster zu erhalten. Bei den LEXA Taschenleerern werden die Motive mit dem Daumen gezeichnet. Die LUPA Stiftebecher hingegen werden auf der Töpferscheibe gedreht.

Der dritte Schritt
Anschließend trocknet der Ton je nach Wetterlage zwei bis vier Tage im Trockenraum: Je wärmer es ist, desto schneller trocknet er. Sobald er trocken ist, wird der Ton aus der Form gelöst, und die Kunsthandwerker glätten bei Bedarf noch die Kanten nach.
Der vierte Schritt
Danach folgt der erste Brand: in einem Ofen bei Temperaturen von bis zu 900 Grad. Dieser erste Brennvorgang dauert etwa zwölf Stunden: sechs Stunden, bis der Ofen die Höchsttemperatur erreicht, und weitere sechs Stunden, bis die Temperatur wieder sinkt.
Der fünfte Schritt
Sobald der Ton getrocknet ist, folgt das Glasieren. Die Keramik wird in ein Pigmentbad getaucht, um den gewünschten Farbton zu erhalten. Für unsere LUPA Stiftebecher wird die Keramik in drei verschiedene Glasurbäder getaucht, wodurch diese Farbmelange entsteht. Zwischen den einzelnen Farbschichten muss jeweils einige Minuten gewartet werden, bis das Pigment getrocknet ist.

Der sechste Schritt
Zum Schluss werden die Keramiken ein zweites Mal für zwölf Stunden gebrannt. Nach dem Trocknen signieren Romain und Vincent jedes Stück von Hand.
Und so sind die Keramiken unserer Frühlings-Valise entstanden! Sie sind ab sofort auf unserer Website erhältlich, und wir freuen uns schon darauf, dass sie Ihr Zuhause verschönern.

Entdecken Sie das Atelier Buffile im Video: